Pfotenpflege beim Hund im Sommer und Winter

Hundepfote Nahaufnahme – richtige Pfotenpflege für Hunde im Sommer und Winter

Pfotenpflege beim Hund im Sommer und Winter

Die Pfoten eines Hundes sind täglich grossen Belastungen ausgesetzt. Heisser Asphalt im Sommer, Streusalz und Eis im Winter können die empfindlichen Ballen reizen oder sogar verletzen. Eine gute Pfotenpflege hilft, die Haut der Ballen gesund zu halten und Beschwerden zu vermeiden.

In diesem Artikel erfährst du, warum Pfotenpflege wichtig ist und wie du die Pfoten deines Hundes im Sommer und Winter richtig schützt.

Warum Pfotenpflege wichtig ist

Hundepfoten bestehen aus robusten, aber dennoch empfindlichen Ballen, die den Körper vor mechanischen Belastungen schützen. Extreme Temperaturen, trockene Luft oder chemische Stoffe wie Streusalz können die Hautbarriere jedoch schwächen.

Veterinärmedizinische Untersuchungen zeigen, dass Umweltfaktoren wie Hitze, Feuchtigkeit, Reizstoffe oder Allergene eine wichtige Rolle bei Hautproblemen bei Hunden spielen. Eine gesunde Hautbarriere ist entscheidend, um Entzündungen und Reizungen zu verhindern.

Pfotenpflege im Sommer

Im Sommer können besonders hohe Temperaturen für Hunde problematisch werden. Asphalt, Beton oder Pflastersteine können sich stark aufheizen und die Ballen reizen oder sogar verbrennen.

Typische Probleme im Sommer sind:

  • überhitzter Asphalt

  • trockene oder rissige Ballen

  • kleine Schnitte durch scharfkantige Steine

  • Fremdkörper wie Splitter oder Dornen

Tipps für den Sommer

Spaziergänge auf kühlere Tageszeiten legen
Früh am Morgen oder am Abend sind die Temperaturen deutlich angenehmer für die Pfoten.

Untergrund prüfen
Wenn der Asphalt für deine Hand zu heiss ist, ist er auch für Hundepfoten zu heiss.

Pfoten regelmässig kontrollieren
Nach Spaziergängen lohnt es sich, die Pfoten kurz zu überprüfen und Schmutz oder kleine Fremdkörper zu entfernen.

Pfotenbalsam verwenden
Natürliche Pfotenpflege kann helfen, die Ballen geschmeidig zu halten und die Hautbarriere zu unterstützen.

Pfotenpflege im Winter

Im Winter sind Hundepfoten anderen Belastungen ausgesetzt. Schnee, Eis und Streusalz können die Haut der Ballen austrocknen oder reizen.

Besonders Streusalz kann zu:

  • trockenen Ballen

  • kleinen Rissen

  • Hautreizungen

  • Entzündungen zwischen den Zehen

führen.

Tipps für den Winter

Pfoten nach dem Spaziergang reinigen
Lauwarmes Wasser hilft, Salzreste oder Schmutz zu entfernen.

Ballen gut trocknen
Feuchtigkeit zwischen den Zehen kann Hautprobleme begünstigen.

Schützende Pfotenpflege verwenden
Pfotenbalsam kann eine Schutzschicht bilden und die Haut vor Austrocknung bewahren.

Fell zwischen den Ballen kürzen
Zu langes Fell zwischen den Zehen kann Schnee festhalten und Druckstellen verursachen.

Woran du erkennst, dass dein Hund Pfotenprobleme hat

Einige Anzeichen können darauf hinweisen, dass die Pfoten deines Hundes gereizt oder verletzt sind:

  • häufiges Lecken der Pfoten

  • humpeln oder vorsichtiges Laufen

  • gerötete Haut zwischen den Zehen

  • rissige Ballen

  • kleine Verletzungen

Wenn diese Symptome länger anhalten, sollte eine tierärztliche Abklärung erfolgen.

Fazit

Die Pfoten eines Hundes sind täglich grossen Belastungen ausgesetzt. Besonders im Sommer durch Hitze und im Winter durch Kälte und Streusalz kann die Haut der Ballen gereizt werden.

Regelmässige Kontrolle, Reinigung und eine passende Pfotenpflege können helfen, die Haut gesund zu halten und Beschwerden vorzubeugen. Eine stabile Hautbarriere spielt eine wichtige Rolle für die allgemeine Hautgesundheit von Hunden.

Wissenschaftliche Quelle

Olivry T., DeBoer D. (2001)
The Canine Atopic Dermatitis Extent and Severity Index (CADESI) – Studien zur Hautgesundheit und Hautbarriere bei Hunden.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11570165/